Torfersatz

Ole Hebbeln • 25. Januar 2026

Warum die Lösung für den Gartenbau aus Kanadas Wäldern kommen

Die deutsche Gartenbaubranche steht unter Druck: Ab 2026 soll der Torfausstieg im Hobbybereich Realität sein. Während das Julius Kühn-Institut (JKI) nach regionalen Alternativen forscht, bietet Power Substrate Inc. mit SuSo™ (Sustainable Substrate) aus Totholz eine marktreife Lösung für den industriellen Einsatz. Erfahren Sie, wie Totholzsubstrat den Klimaschutz vorantreibt.


Die nationale Moorschutzstrategie: Torf-Ausstieg bis 2026/2030

Moore sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Durch ihre Entwässerung für den Torfabbau entweichen in Deutschland jährlich enorme Mengen CO2. Die Bundesregierung hat daher im Rahmen der Nationalen Moorschutzstrategie klare Ziele formuliert, die denen in Kanada gleichen:

  • Ab 2026: Verzicht auf Torf in Blumenerden für den Hobbybereich.
  • Bis 2030: Weitestgehender Torfersatz im Erwerbsgartenbau (Profi-Sektor).

Das Julius Kühn-Institut (JKI) präsentierte auf der „Woche der Umwelt“ im Schloss Bellevue verschiedene Forschungsansätze wie Holzfasern aus Laubgehölzen oder Paludikulturen. Doch die Herausforderung bleibt: Bisher kann kein heimischer Stoff den Torf in seinen spezifischen Eigenschaften allein ersetzen.


SuSo™ von Power Substrate: Der innovative Torfersatz aus Totholz

Während in Europa noch an der perfekten Mischung geforscht wird, nutzt Power Substrate Inc. in Kanada eine ökologisch sinnvolle Ressource: Totholz aus verbrannten und erkrankten Wäldern. „Unser Substrat SuSo™ ist die Antwort auf die drängende Suche nach nachhaltigen Kultursubstraten.“ so Frank Meier, der Ansprechpartner in Deutschland.


Die Vorteile von Totholzsubstrat gegenüber herkömmlichem Torf:

  1. Verbesserte Bodenstruktur & Drainage: Während Torf zur Verdichtung neigt, sorgt die grobporige Struktur des Totholzsubstrats für eine optimale Belüftung der Wurzeln und reduziert das Risiko von Wurzelfäulnis.
  2. Neutraler pH-Wert: Torf ist extrem sauer (pH 2,5–3,5). SuSo™ ist pH-neutraler und fördert die mikrobielle Aktivität, was den Einsatz von chemischen Zusatzstoffen verringert.
  3. Aktive C-Sequestrierung: Anstatt CO2 freizusetzen, bindet unser Substrat Kohlenstoff langfristig als Dauerhumus im Boden – ein echter Gewinn für die Klimabilanz.

Globaler Markt: 100.000 Tonnen für Europa

Die erhöhte Nachfrage aus Europa bestätigt unseren Weg. Wir stehen kurz vor dem Abschluss eines Liefervertrages über 100.000 Tonnen jährlich für den britischen Markt.

Um diese Mengen zu bewältigen, investiert Power Substrate in die Infrastruktur:


  • Neben La Crete ein weiterer Produktionsstandort in Halifax: Die Nähe zum Hafen ermöglicht einen effizienten Export nach Europa.
  • Modernste Technik: Der Einsatz des Ompeco Converters AG2000 garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität des Substrats.
  • Vor-Ort-Expansion: Mitte Februar leitet unser Team in Kanada die nächsten operativen Schritte ein.



Fazit: Die Zukunft des Gartenbaus ist torffrei

Der Weg zum torffreien Gartenbau führt über innovative, global verfügbare Lösungen. Das Totholzsubstrat von Power Substrate bietet die physikalische Stabilität und ökologische Überlegenheit, die der Markt jetzt benötigt. Wir ergänzen die Forschung des JKI durch eine skalierbare, industrielle Lösung, die Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit vereint.

Quelle
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